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Prof. Dr. Uta Hohn

Uta Hohn

 

Urban and Metropolitan Studies
Geographisches Institut
Ruhr-Universität Bochum

Universitätsstraße 150
44780 Bochum

02 34 / 32 - 28 43 3
02 34 / 32 - 14 48 4
uta.hohn@ruhr-uni-bochum.de
 

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Prof. Dr. Uta Hohn: Vita

22.09.1960 geboren in Letmathe, Kreis Iserlohn
1979 Abitur
1980-1986 Studium der Geographie, Geschichte, Sozialwissenschaften und Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
1986 1. Staatsexamen für das Lehramt der Sekundarstufen I und II an der Ruhr-Universität Bochum
1986-1988 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Peter Schöller (Geographisches Institut der RUB)
1987-1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Winfried Flüchter (Institut für Geographie der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, Lehrstuhl für Kulturgeographie)
05.06.1989 Promotion zum Dr. phil. am Institut für Geographie der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg mit einer Dissertation zum Thema "Deutsche Städte im Luftkrieg. Regionale Unterschiede der Kriegszerstörung deutscher Städte und Folgen des Luftkrieges unter bevölkerungsgeographischem Aspekt"
1988-1990 zweijähriger Intensivkurs "Japanisch" an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, abgeschlossen mit dem "Großen Japanisch-Zertifikat"
1990-1998 wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Winfried Flüchter (Institut für Geographie der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg)
02.1993-02.1994 "Professional Fellowship" der Japan Foundation: Forschungsaufenthalt an der Hitotsubashi University in Tôkyô (Lehrstuhl für Sozialgeographie im Institut für sozialökonomische Studien, Prof. Dr. Keiichi Takeuchi)
09.1997-08.1998 Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
19.10.1998 Habilitation für das Lehrgebiet Humangeographie am Institut für Geographie der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg mit der Habilitationsschrift "Stadtplanung, Stadterneuerung und Stadtumbau in Japan. Planungsgeschichte, Planungsrecht, Planungspraxis und planungstheoretische Reflexionen"
11.1998-09.2000 Hochschuldozentin am Institut für Geographie der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg
10.2000-09.2003 Vertretung einer Universitätsprofessur (C 4) für das Fach "Geographie und ihre Didaktik - Schwerpunkt Anthropogeographie" am Institut für Geographie und ihre Didaktik der Universität Dortmund
zum 01.10.2003 Berufung auf den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum
10.2005-03.2006 Wahrnehmung einer Gastprofessur am Institute of Policy and Planning Sciences der Universität Tsukuba, Japan
10.2006-09.2008 Prodekanin der Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum
seit 10.2008 Dekanin der Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum

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Prof. Dr. Uta Hohn: Auszeichnungen

12.1990 Auszeichnung mit dem "Duisburg Preis" der "Gesellschaft der Freunde der Niederrheinischen Universität Duisburg" für die Dissertation "Deutsche Städte im Luftkrieg"
12.02.2000 Verleihung des mit 15.000 DM dotierten JaDe-Preises 2000 des Fördervereins Japanisch-Deutscher Kulturbeziehungen e.V. für "hervorragende wissenschaftliche Leistungen und Verdienste um das Verständnis japanischer Kultur in Deutschland" und in besonderer Anerkennung für die Habilitationsschrift
03.10.2001 Verleihung des mit 20.000 DM dotierten Wissenschaftspreises für Anthropogeographie 2001 der "Prof. Frithjof Voss Stiftung - Stiftung für Geographie" im Rahmen des 53. Deutschen Geographentags in Leipzig für "herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Anthropogeographie"

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Prof. Dr. Uta Hohn: Forschungsfelder

Weitere Themen der Eigenforschung:

  • Demographische Überalterung und Folgen für die Stadt- und Regionalentwicklung im internationalen Vergleich
  • Ökonomische Organisations-, Interaktions-, Innovations- und Evolutionsprozesse in räumlicher Perspektive (Analyse von Clusterbildungen, Netzwerkarchitekturen, Pfadabhängigkeiten und sozioinstitutionellen Einbettungen)
  • Waterfront Redevelopment als Instrument städtischer Restruktierung zwischen internationaler Konkurrenz und lokaler Verankerung

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Urban und Regional Governance - institutioneller Wandel und Folgen für das Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement im internationalen Vergleich

Tief greifende politische, ökonomische, soziale und institutionelle Transformationsprozesse auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene haben in den Städten weltweit nicht nur eine Suche nach angemessenen Steuerungsformen und -instrumenten ausgelöst, sondern auch die Akteursnetzwerke und Machtbalancen der Akteure nachhaltig verändert. Es zeichnet sich derzeit eine zunehmende Zweigleisigkeit der Stadtentwicklungspolitik ab, die die Gefahr einer planungskulturellen Polarisierung innerhalb sich fragmentierender Städte einschließt. So unterscheiden sich die Werte, Normen und Leitbilder sowie die daraus abgeleiteten Handlungsstrategien und Steuerungsformen der Akteure einer unternehmerischen, wettbewerbs- und wachstumsorientierten Stadtpolitik deutlich von denen der Akteure auf der Ebene von Stadtquartieren mit multipler Benachteiligung. Neigen die Akteure der unternehmerischen Stadt zum Aufbau neokorporatistischer, exklusiver Netze, die einhergehen mit intransparenten Entscheidungsstrukturen, Korruptionsgefahr und einem Defizit an Partizipation der Betroffenen, sehen sich die Akteure auf der Quartiersebene häufig mit der Forderung einer aktivierenden Stadtpolitik nach Übernahme von mehr zivilgesellschaftlicher Eigenverantwortung konfrontiert, während sie selbst im Gegenzug mehr Rechte und Entscheidungskompetenz einfordern und sich zur besseren Durchsetzung ihrer Interessen vielfach als NPOs organisieren. Dabei führen unterschiedliche planungskulturelle Traditionen zu deutlichen Variationen dieser allgemeinen Entwicklungstrends.

Aktuelle Aktivitäten auf diesem Forschungsfeld:

  • Organisation und Leitung der Fachsitzung "New Urban Governance: Institutioneller Wandel und Folgen für die Stadtentwicklung" im Rahmen des 54. Deutschen Geographentags in Bern im September 2003.
  • Habilitationsvorhaben von Dr. Andreas Keil zum Thema "Neighbourhood Governance und Stadtquartiersentwicklung im Rahmen von URBAN II im europäischen Vergleich". Die Bearbeitung dieses Projekts erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem ILS, Dortmund, sowie mit Kooperationspartnern an verschiedenen europäischen Universitäten (u. a. London, Newcastle).
  • Eigenforschung: Analyse der japanischen Governance-Variante gesteuerter Deregulierung im Rahmen der Evaluierung der Umsetzung des Sondermaßnahmengesetzes zur Revitalisierung der Metropolen aus dem Jahr 2002.

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Analyse und Vergleich von Planungskulturen in Japan, Europa und Nordamerika

Über die Analyse von Planungskulturen und den sich anschließenden Planungskulturenvergleich soll versucht werden, zu einem tiefgründigeren und differenzierteren Verständnis von Prozessen des Stadt- und Regionalentwicklungsmanagements vorzudringen. Der Forschungsansatz des Planungskulturenvergleichs wurde erstmals im Oktober 1999 auf dem 52. Deutschen Geographentag in Hamburg sowie im August 2000 auf der 9. Internationalen Konferenz der International Planning History Society in Helsinki vorgestellt. Eine Vertiefung erfolgte im Rahmen des 53. Deutschen Geographentags in Leipzig in der Leitthemensitzung "Planungskulturen und Steuerungsformen für die Stadt von Morgen". Ausbaufähige Kontakte zum Thema "Internationaler Planungskulturenvergleich" existieren u. a. zu Frau Prof. Dr. Mee Kam Ng (Centre of Urban Planning and Environmental Management der University of Hong Kong) sowie zu Prof. Dr. Bish Sanyal (Department of Urban Studies and Planning, MIT, Boston).

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Vergleichende Studien zum Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement in Japan und Deutschland

Im Rahmen einer seit 1994 bestehenden engen Kooperation mit Prof. Dr. Kenjirô Ômura, Institute of Policy and Planning Sciences der University of Tsukuba, werden regelmäßig vergleichende Studien zur Stadtplanung, zur Stadtentwicklung sowie zum Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement in Deutschland und Japan erarbeitet. Beispiele für die Themen solcher Studien, für die jeweils eine Drittmittel-Förderung durch die Auftraggeber eingeworben werden konnte (u. a. durch das Japanische Bauministerium, das Institute of Behavioral Sciences, Tôkyô, das Institute for Future Urban Development, Tôkyô, das Okinawa Prefectural Government sowie die Urban Development Corporation, UDC) sind:

  • Maßnahmen zur Revitalisierung von Innenstädten durch die Förderung innerstädtischen Wohnens;
  • Praxis der Flächennutzungsplanung in Deutschland;
  • Stadtumbau durch Konversion;
  • Umnutzung von Industriebrachen im Rahmen der IBA Emscherpark;
  • Stadtplanerausbildung, Stadtplanerkarrieren und Planungskulturen in Deutschland und Japan;
  • Integrierte Handlungskonzepte für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf und Varianten des Neighbourhood Governance bzw. des Machizukuri.

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Wirtschafts- und sozialgeographische Forschungen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf im Bund-Länder-Programm "Die soziale Stadt"

In enger Verknüpfung von Forschung und Lehre wurden von mir bislang im Rahmen von Projektseminaren auf diesem Themenfeld zwei Aspekte zusammen mit Studierenden des Instituts für Geographie und ihre Didaktik der Universität Dortmund untersucht. Zum einen ging es in einem Pilotprojekt im SS 2001 um die Analyse der Wahrnehmungs- und Aktionsräume von Grundschulkindern in der Dortmunder Nordstadt (Kooperationspartner: Grundschule Kleine Kielstraße), zum anderen im WS 2001/2002 um das Themenfeld der lokalen Ökonomie mit einem Schwerpunkt auf den Problemen und Potenzialen der ethnischen Ökonomie (Kooperationspartner: L.Ö.N.E.-Büro = Lokale Ökonomie in der Nordstadt entwickeln). Darüber hinaus werden die derzeit im Anfangsstadium befindlichen innovativen Formen eines von Akteuren aus dem Stadtteil getragenen Quartiersmanagements im Rahmen einer Begleitforschung evaluiert und mit entsprechenden Ansätzen in anderen Städten verglichen.

Seit Dezember 2001 fungiert Uta Hohn als wissenschaftliche Beraterin des Dortmunder Vereins "Solidarische Nachbarschaft rund um 'Hannibal' und Heroldstraße", der seit August 2002 im Rahmen von URBAN II ebenfalls zu den Trägern des Quartiersmanagements zählt.

Im Rahmen des gerade anlaufenden Forschungsprojekts "Stadtökonomie im Umbruch: die neue Rolle der lokalen Ökonomie in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf in NRW" wird Gisela Prey ihre Promotionsarbeit verfassen (Abschluss 2005/06).

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Ehrenamtliche Tätigkeiten/Mitgliedschaften

  • Arbeitsgemeinschaft NRW der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL)

  • Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) (Gaststatus)

  • Deutsche Akademie für Landeskunde (DAL)

  • Geographische Kommission für Westfalen

  • Verband der Geographen an deutschen Hochschulen (VGDH)

  • Deutscher Verband für Angewandte Geographie (DVAG)

  • European Association for Japanese Studies (EAJS)Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung (VSJF). Leitung der Fachgruppe "Stadt- und Regionalforschung" zusammen mit Prof. Dr. Winfried Flüchter

  • Sprecherin des Arbeitskreises "Stadtzukünfte" in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) zusammen mit Prof. Dr. Lienhard Lötscher und Prof. Dr. Claus C. Wiegandt

Mehrmonatige Forschungsaufenthalte im Ausland

  • 10.2005-03.2006 Gastprofessur am Institute of Policy and Planning Sciences der Universität Tsukuba, Japan
  • 02.1993-02.1994 "Professional Fellowship" der Japan Foundation: Forschungsaufenthalt an der Hitotsubashi University in Tôkyô (Lehrstuhl für Sozialgeographie im Institut für sozialökonomische Studien, Prof. Dr. Keiichi Takeuchi)

Kürzere Aufenthalte im Ausland ab 2004/2005

  • 25.09.-08.10.05 Autumn School: „Urban and Regional Development in the Metropolitan Region of Kansai and Tôkyô“ in Kooperation mit dem Department of Geography der Ôsaka City University (Prof. Dr. Shigeaki Oba; Prof. Dr. Toshio Mizuuchi) und dem Institute of Policy and Planning Sciences der Universität Tsukuba (Prof. Dr. Kenjirô Ômura) für Studierende des Masterstudiengangs Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement
  • 19.-31.10.04 Japan (21.-24.10. Teilnahme am 4th German-Japanese Workshop on Urban Transport in Sendai; Organisatoren: Ministry of Land, Infrastructure and Transport, Sendai Munici-pal Government, BMBF; 27.10. Vortrag in Tôkyô; 28.-29.10. Kooperationsgespräche an der Ôsaka City University)
  • 02.-09.04.04 Shanghai (Kooperationsgespräche an der Tongji Universität und der East China Normal Universität)

Besuche auswärtiger Kolleginnen und Kollegen

  • 01.-12.08.05 International Summer School: „Urban and Regional Development in the European Metropolitan Region Rhein-Ruhr“ mit 10 Studierenden des Department of Architecture and Urban Planning der Tongji University Shanghai, 2 Studierenden der Geographie von der Ôsaka City University sowie 8 Studierenden des GI
  • 12.-19.03.05 Prof. Dr. Kenjirô Ômura und Prof. Dr. Arita, Institute of Policy and Planning Sciences der Universität Tsukuba
  • 14.12.04 Prof. Dr. Fumihiko Seta, Universität Tôkyô, Research Center for Advanced Science and Technology
  • 08.08.04 Prof. Dr. Morio Uzuki, Universität Waseda, Tôkyô
  • 28.02.-06.03.04 Prof. Dr. Kenjirô Ômura und Prof. Dr. Arita, Institute of Policy and Planning Sciences der Universität Tsukuba; Dr. Omata, Building Research Institute

Beteiligung an Tagungsorganisationen

  • AK Stadtzukünfte: Wohnungsmarkt und Wohnquartiere im Umbruch: Stadtumbau West in NRW, 21./22.11.2008
  • KWI Tagung: Metropolen-Diskurs: Kulturelle Dimension metropolitaner Urbanität, Deutsches Bergbaumuseum Bochum, 04.12.2008
  • Workshop Planungskultur, ILS Dortmund, 23.-24.3.07
  • Tagung Urban Forestry auf Rheinelbe, 16.-19.05.2007